Was ein 300-%-Bonus in der Schweiz tatsächlich bedeutet
Wer nach «online casino mit 300% bonus schweiz» sucht, landet schnell bei ausländischen Werbeplattformen, deren Zahl «300» wie eine Verdreifachung des eigenen Einsatzes verkauft. In der Schweiz gilt ein anderer Rahmen: Zehn Online-Casinos besitzen eine Konzession der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), jedes ist die Online-Erweiterung eines terrestrischen Schweizer Spielcasinos, und keine ausländische Marke darf hierzulande legal Geldspiele anbieten. Wer in der Schweiz spielt, hat damit genau zehn seriöse Adressen — und auf keiner davon ist «300%» ein Standardversprechen. Wer es trotzdem antrifft, sollte die Bedingungen lesen, bevor er einzahlt.

Diese Übersicht prüft die zehn ESBK-lizenzierten Anbieter, ihre Willkommenspakete, ihre Zahlungswege, ihre Auszahlungsgeschwindigkeit und das, was eine 300-%-Zusage rechnerisch tatsächlich kostet. Sie zeigt, welche Marke für welchen Spielertyp passt, und sie benennt die Bedingungen, unter denen jeder Bonus zum Verlustgeschäft wird.
Datenstand: 31 Oktober 2026 — geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.
Inhaltsverzeichnis
- Verantwortungsvolles Spielen: Der Rahmen, in dem jeder Bonus steht
- Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit: Wo das Geld tatsächlich fliesst
- Bonus und Freispiele: Was die Willkommenspakete leisten
- Berechnung: Was ein 30-facher Umsatzfaktor konkret kostet
- Funktionsweise: Was «Bonus» und «Umsatzbedingung» technisch bedeuten
- Rechtslage und Konzessionierung: Warum nur zehn Namen auf der Liste stehen
- Werbebeschränkungen: Was «300%» auf einer lizenzierten Seite bedeuten darf
- Steuern: Wann Gewinne meldepflichtig werden
- Der Vergleich: Welche Plattform zu welchem Spielertyp passt
- Kriterien für die Wahl: Was vor der Registrierung zählt
- Häufige Fragen
Verantwortungsvolles Spielen: Der Rahmen, in dem jeder Bonus steht
Bevor Zahlen, Namen und Vergleiche folgen, muss festgehalten werden, unter welchen Regeln Geldspiele in der Schweiz überhaupt stattfinden. Das Geldspielgesetz (BGS), seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, hat die Spielbankenlandschaft neu geordnet. Es verlangt von jedem konzessionierten Casino ein Sozialkonzept, es verbietet anonymes Spiel, und es verpflichtet die Betreiber, Spielerinnen und Spieler mit hohem Einsatz oder hoher Frequenz nach ihren finanziellen Verhältnissen zu befragen — wer die nötigen Unterlagen nicht vorlegt oder wessen Verhältnisse nicht ausreichen, wird gesperrt.
Auf dieser Grundlage ruhen alle weiteren Werkzeuge:
- Spielsperre über alle Kanäle. Eine Sperre, die bei einem lizenzierten Anbieter wie Jackpots.ch beantragt wird, gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der gesamten Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Sperrgrund nicht mehr besteht.
- Selbstgewählte Einsatzgrenzen. Lizenzierte Anbieter lassen Spielerinnen und Spieler eigene Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits setzen. Bei Jackpots.ch etwa lässt sich ein wöchentliches Einzahlungslimit von 50 Franken definieren; Mycasino.ch ergänzt dies um Erinnerungsfunktionen, einen Selbsttest und freiwillige Spielpausen.
- Spielpausen statt dauerhafter Sperre. Wer eine Pause braucht, ohne sich sperren zu lassen, kann bei Jackpots.ch eine Pause zwischen 15 Minuten und sechs Monaten wählen — wahlweise für alle Angebote oder nur einzelne Spielkategorien.
- Vollständige Identitätsprüfung. Teilnahmeberechtigt sind ausschliesslich volljährige Personen mit verifiziertem Spielerprofil. Für eine Spielsperre bei Mycasino.ch verlangt der Anbieter eine Kopie eines amtlichen Ausweises — Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Führerausweis.
Dieser Schutzrahmen gilt nur, solange auf einer lizenzierten Plattform gespielt wird. Wer auf einer ausländischen Seite ohne Schweizer Konzession spielt, gibt diesen Schutz vollständig ab — die ESBK stellt klar, dass Spielerinnen und Spieler dort zwar nicht strafrechtlich verfolgt werden, aber ohne jeden Schweizer Schutz spielen.
Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit: Wo das Geld tatsächlich fliesst
Ein Bonus nützt wenig, wenn die Auszahlung Tage dauert oder das eigene Bankkonto nicht akzeptiert wird. Die zehn ESBK-lizenzierten Anbieter decken ein ähnliches Spektrum an Zahlungsmitteln ab, unterscheiden sich aber in den Details.
| Anbieter | Einzahlungsmethoden | Mindesteinzahlung | Mindestauszahlung | Auszahlungsdauer |
|---|---|---|---|---|
| Pasino.ch | Twint, Apple Pay, Visa/Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill, Banküberweisung | 10 Franken | 0,01 Franken | — |
| Starvegas.ch | Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon, paysafecard | 10 Franken | — | — |
| Mycasino.ch | — | — | 10 Franken (darunter volle Auszahlung möglich) | 1–3 Werktage |
| Jackpots.ch | TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay, Paysafecard | — | — | Banküberweisung 1–2 Werktage (langsamste Methode) |
| Casino777.ch | Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card, Banküberweisung | — | — | — |
| Swiss4win.ch | TWINT (ab 10 Franken, sofort, ohne Gebühr) | 10 Franken (TWINT) | — | sofort (TWINT) |
| Admiral.ch | Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay, Twint | — | — | — |
| Swisscasinos | Visa, Mastercard, Diners Club, Discover, TWINT, Apple Pay, PostFinance inkl. E-Finance, paysafecard, Banküberweisung | — | — | — |
| 7melons | TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance, Paysafecard | 10 Franken (PostFinance-Höchstbetrag 100’000 Franken) | — | — |
| Casineo.ch | TWINT, Kreditkarten, PostFinance | 10 Franken | — | — |
Mehrere Muster fallen auf. TWINT ist bei nahezu allen Anbietern verfügbar und gilt als schnellste Einzahlungsmethode — Swiss4win.ch schreibt die Gutschrift sofort nach Bestätigung in der TWINT-App gut, Jackpots.ch verlangt dafür keine Zusatzgebühren. Paysafecard ist als Prepaid-Lösung ebenfalls fast überall präsent. Kryptowährungen tauchen im lizenzierten Schweizer Markt nicht auf — wer Bitcoin oder Ether einzahlen will, landet zwangsläufig bei einem nicht-lizenzierten Anbieter und verlässt damit den Schutz des BGS.
Bei den Auszahlungen setzen die Anbieter auf Schweizer Bank- oder Postkonten auf den eigenen Namen. Jackpots.ch schliesst Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut ausdrücklich aus; wer dort spielt, muss für die Auszahlung ein Schweizer Konto hinterlegen. Die Bearbeitungsdauer liegt meist zwischen einem und drei Werktagen; die Banküberweisung ist bei Jackpots.ch mit einem bis zwei Werktagen die langsamste Methode. Gebühren erheben Mycasino.ch weder für Ein- noch für Auszahlungen und Casino777.ch keine Einzahlungsgebühren — die übrigen Anbieter schweigen sich dazu aus, was die Kosten vom konkreten Zahlungsmittel und der Hausbank abhängig macht.
Bonus und Freispiele: Was die Willkommenspakete leisten
Keiner der zehn ESBK-lizenzierten Anbieter wirbt auf der Startseite offen mit einem pauschalen «300-%-Bonus». Die grossen Willkommenspakete liegen näher bei 100 %, gestreckt über mehrere Einzahlungen. Die wesentlichen Zahlen:
| Anbieter | Willkommenspaket | Umsatzbedingung | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| Jackpots.ch | Bis 2’200 Franken + 200 Freespins auf die ersten vier Einzahlungen, erste Einzahlung 100 % bis 700 Franken | 30× Bonusbetrag (Slots), 300× (Tischspiele) | Standard 1 Monat |
| Mycasino.ch | 100 % auf erste Einzahlung bis 300 Franken + 200 Freespins (je 0,10 Franken) | 35× Bonusbetrag | 30 Tage; Aktivierung innert 7 Tagen, Mindesteinzahlung 10 Franken |
Bei Jackpots.ch werden die Freespins ab einer Mindesteinzahlung von 100 Franken vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar; bei Mycasino.ch tragen sie keine Umsatzbedingung, verfallen aber 72 Stunden nach Erhalt. Die unterschiedlichen Umsatzfaktoren — 30-fach bei Jackpots.ch auf Slots, 300-fach auf Tischspiele, 35-fach bei Mycasino.ch — entscheiden darüber, wie schwer ein Bonus tatsächlich zu «räumen» ist.
Auf den restlichen acht Plattformen ist das Willkommensangebot weniger greifbar dokumentiert; was sie konkret ausloben, gehört in die AGB, nicht auf die Werbebanner.
Berechnung: Was ein 30-facher Umsatzfaktor konkret kostet
Die meisten Bonusrechnungen auf Vergleichsseiten bleiben an der Oberfläche: «300 Franken Bonus», «30-fach umsetzen», fertig. Die Frage, die selten gestellt wird, lautet: Wie viele Spins sind das wirklich, und wie viel Geld bleibt davon statistisch übrig?
Greift man die Angaben von Jackpots.ch heraus — 100 % auf die erste Einzahlung bis 700 Franken, 30-fache Umsatzbedingung auf Slots — ergibt sich folgender Korridor:
- Wer den Höchstbetrag von 700 Franken Bonus annimmt, muss 700 × 30 = 21’000 Franken Umsatz an Slots erzeugen.
- Bei einem durchschnittlichen Spieleinsatz von 1 Franken pro Spin sind das 21’000 Spins.
- Pro Spin vergehen rund 5 Sekunden — 21’000 × 5 = 105’000 Sekunden, also etwa 29 Stunden reiner Spielzeit, verteilt auf den Monat Frist.
- Bei einem typischen Slot-RTP von rund 95 % liegt der statistisch erwartete Verlust bei 21’000 × 0,05 = 1’050 Franken.
Die Spanne öffnet sich, wenn Einsatz und Spielauswahl variieren: Wer mit 0,20 Franken pro Spin spielt, landet bei 105’000 Spins und über 145 Stunden Spielzeit, der erwartete Verlust bleibt bei rund 1’050 Franken. Wer mit 5 Franken dreht, schafft die geforderten 21’000 Franken in 4’200 Spins und etwa 5,8 Stunden — der erwartete Verlust bleibt ebenfalls bei rund 1’050 Franken. Der Hausvorteil kennt keine Stunden, er kennt nur den Umsatz.
Die Rechnung zeigt zweierlei. Erstens: Der Bonus selbst ist nie der Gewinn — er ist der Köder, der den Spieler zum Umsatz bringt. Zweitens: Selbst wenn der Bonus am Ende ausgezahlt wird, hat die Mechanik über den erwarteten Verlust bereits mehr genommen, als der Bonus wert war. Das ist keine Lücke im System, sondern sein Design.
Funktionsweise: Was «Bonus» und «Umsatzbedingung» technisch bedeuten
Ein 100-%-Bonus auf die erste Einzahlung heisst: Das Casino verdoppelt den eingezahlten Betrag bis zur angegebenen Obergrenze. Wer 100 Franken einzahlt, spielt mit 200 Franken Guthaben. Wer 700 Franken einzahlt, spielt mit 1’400 Franken. Der Bonus selbst ist in dieser Phase nicht auszahlbar; das wird er erst, wenn die Umsatzbedingung erfüllt ist.

Die Umsatzbedingung definiert, wie oft der Bonusbetrag — bei manchen Anbietern auch Bonus plus Einzahlung — durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei Jackpots.ch gilt der 30-fache Bonusbetrag für Spielautomaten und der 300-fache für Tischspiele. Die Wahl des Spiels entscheidet also darüber, wie realistisch die Bedingung überhaupt zu erfüllen ist: 300-fach auf Roulette macht das Bonusgeld de facto unverwertbar, weil der erwartete Verlust den Bonus um ein Vielfaches übersteigt.
Hinzu kommen Einsatzlimits während der Umsatzphase. Die meisten lizenzierten Anbieter begrenzen den Maximaleinsatz pro Spin, solange ein Bonus aktiv ist — typisch sind 5 Franken pro Runde. Wer darüber liegt, riskiert die Annullierung des Bonus und der damit verbundenen Gewinne. Beitragsfaktoren gewichten zudem, wie stark ein Spiel zur Umsatzbedingung zählt: Slots zählen meist zu 100 %, Roulette und Blackjack oft nur zu 10 oder 20 %, was den effektiven Umsatz vervielfacht.
Die Mechanik ist nicht versteckt — sie steht in den Bonusbedingungen, die jeder seriöse Anbieter vor der Aktivierung verlinkt. Sie ist aber auch nicht der erste Blickfang, und genau darauf zielt das Marketing.
Rechtslage und Konzessionierung: Warum nur zehn Namen auf der Liste stehen
Die Auswahl ist nicht das Ergebnis eines Wettbewerbs, sondern die Folge des Geldspielgesetzes. Eine eigenständige Online-Konzession gibt es in der Schweiz nicht; ein Online-Casino darf nur betreiben, wer bereits eine Konzession für ein landbasiertes Casino besitzt und diese auf den Online-Vertrieb erweitert. Die ESBK führt die aktuelle Liste; am 17. März 2026 listete sie exakt zehn Anbieter, jeder mit einem klaren Startdatum im Online-Geschäft.

| Anbieter | Landbasiertes Casino | Online seit | Subject support |
|---|---|---|---|
| Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 | – |
| Starvegas.ch | Casino Interlaken | 24.02.2020 | – |
| Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | – |
| Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | – |
| Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 | – |
| Swiss4win.ch | Casino Lugano | 01.03.2021 | – |
| Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | – |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon (Swiss Casinos) | 02.09.2019 | – |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | – |
| Casineo.ch | Casino Locarno | 17.03.2026 | – |
Diese Konstruktion hat zwei Effekte. Erstens: Jeder Online-Anbieter trägt den Markenkern eines realen Spielcasinos, das sich an die strengen Auflagen des BGS halten muss — Sozialkonzept, Geldwäscherei-Prävention, Spielersperre, transparente Auszahlungswege. Zweitens: Wer auf einer Plattform spielt, die nicht in dieser Liste steht, bewegt sich ausserhalb des regulatorischen Rahmens. Die ESBK pflegt eine Sperrliste solcher ausländischen Angebote; die zuständigen Provider blockieren die DNS-Auflösung gemäss Art. 86 BGS, so dass die Seiten in der Schweiz ohne VPN nicht erreichbar sind.
Für Spielerinnen und Spieler heisst das: Wer auf einer ausländischen Seite aktiv spielt, tut dies auf eigenes Risiko. Die ESBK stellt klar, dass Spielern keine Strafverfolgung droht — der Strafanspruch richtet sich gegen den Betreiber. Es fehlt aber jeder Schweizer Schutz: keine Spielsperre, keine Sozialkonzepte, keine garantierte Auszahlung, keine Anlaufstelle bei Streit. Gewinne aus solchen Quellen sind zudem ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Werbebeschränkungen: Was «300%» auf einer lizenzierten Seite bedeuten darf
Art. 74 BGS setzt der Werbung für Geldspiele enge Grenzen. Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für nicht bewilligte Spiele ist verboten. Eine numerische Obergrenze für Boni kennt das Gesetz nicht; was zählt, ist die Darstellung. Eine Plattform, die mit «300%» wirbt, muss diese Zahl im Kontext der Umsatzbedingung, der Spielauswahl und der zeitlichen Befristung erklären — sonst bewegt sie sich am Rand des Zulässigen.
Genau hier trennt sich die lizenzierte Schweizer Plattform von der ausländischen Vergleichsseite. Auf Jackpots.ch oder Mycasino.ch steht die Umsatzbedingung im Kleingedruckten, bevor das Bonusgeld aktiviert wird; sie ist Teil des Vertrags, nicht der Lockvogel. Auf einer Plattform ausserhalb der ESBK-Liste fehlt diese Bindung — und mit ihr die Aufsicht, die im Streitfall vermittelt.
Steuern: Wann Gewinne meldepflichtig werden
Das Schweizer Steuerrecht behandelt Gewinne aus lizenzierten Geldspielen grosszügig. Bis 1’000’000 Franken sind sie steuerfrei; der Betrag ist indexiert und liegt für 2026 bei rund 1,07 Millionen Franken. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den übersteigenden Betrag an (Art. 24 lit. ibis DBG). Wer also innerhalb dieses Korridors spielt, muss keinen Cent an die Steuerbehörde abliefern — eine Ausnahme im europäischen Vergleich.
Anders sieht es bei Gewinnen aus unlizenzierten Quellen aus: Sie sind ab dem ersten Franken einkommensteuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung deklariert werden. Wer auf einer Schweizer Plattform spielt, hat es einfach — die Auszahlung kommt brutto. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, sollte den Steuerberater fragen, bevor das Finanzamt fragt.
Der Vergleich: Welche Plattform zu welchem Spielertyp passt
Die zehn Anbieter bedienen unterschiedliche Profile. Keiner ist besser oder schlechter als die anderen — sie sind nach Konzession, Markenkern und Zahlungswegen sortiert. Was zählt, ist die Passung zum eigenen Spielverhalten.
Wer den höchsten Willkommensbonus sucht, landet bei Jackpots.ch: Bis 2’200 Franken plus 200 Freespins, gestreckt auf vier Einzahlungen, mit Slots-freundlicher 30-facher Umsatzbedingung und über 2’500 Spielen von Anbietern wie Evolution und Pragmatic Play im Live-Casino. Wer hier einzahlt, sollte sich auf Slots konzentrieren — die 300-fache Umsatzanforderung auf Tischspiele macht den Bonus dort praktisch unklar.
Wer einen schlanken, klaren Einstieg bevorzugt, ist bei Mycasino.ch richtig: 100 % auf die erste Einzahlung bis 300 Franken, 200 Freespins ohne Umsatzbedingung, 35-fache Umsatzanforderung auf den Bonus, mehr als 3’000 Spiele von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innert 1–3 Werktagen, ohne Gebühren. Für Spieler, die mit kleinerem Einsatz starten, ist das Paket überschaubarer als das vierstufige Modell von Jackpots.ch.
Wer mit TWINT und Apple Pay unterwegs ist, findet bei fast allen zehn Anbietern Anschluss; besonders schnell geht es bei Swiss4win.ch, wo die TWINT-Gutschrift sofort nach Bestätigung in der App erfolgt, und bei Jackpots.ch, das keine Zusatzgebühren auf TWINT erhebt.
Wer mit Schweizer Bankkonto auszahlt, kann zwischen allen zehn wählen; bei Jackpots.ch ist die Banküberweisung mit 1–2 Werktagen die langsamste Variante, Mycasino.ch nennt 1–3 Werktage.
Wer den grössten Willkommensbonus mit niedriger Umsatzhürde sucht, hat bei Casino777.ch, 7melons und Pasino.ch weniger greifbare Angaben — die Anbieter schweigen sich über die genauen Konditionen aus, was ein Grund sein kann, vor der Registrierung in den AGB nachzulesen.
Wer einen Anbieter mit langer Tradition sucht, landet bei den Marken hinter den Online-Plattformen: Grand Casino Baden (Jackpots.ch), Grand Casino Luzern (Mycasino.ch) oder Grand Casino Bern (7melons) stehen für ein landbasiertes Spielcasino, das vor der Online-Erweiterung jahrzehntelange Erfahrung im Spielbetrieb gesammelt hat.
Kriterien für die Wahl: Was vor der Registrierung zählt
Vier Prüfpunkte, die jeder Anbieter bestehen sollte, bevor eine Einzahlung fliesst:
- Konzession prüfen. Die ESBK-Liste ist öffentlich; wer dort nicht steht, hat in der Schweiz keine Lizenz. Das Datum der Online-Erweiterung verrät, wie lange der Anbieter bereits digitale Erfahrung hat.
- Umsatzbedingung lesen. Ein 100-%-Bonus mit 35-facher Bedingung auf den Bonusbetrag kostet bei 300 Franken Bonus rund 10’500 Franken erforderlichen Umsatz. Bei 30-facher Bedingung sind es 9’000 Franken. Die Differenz entscheidet darüber, wie schnell das Bonusgeld in auszahlbares Geld umgewandelt werden kann.
- Spielbeiträge prüfen. Wer Roulette oder Blackjack dem Slot vorzieht, sollte wissen, dass diese Spiele meist nur zu 10–20 % zur Umsatzbedingung zählen — die effektive Hürde vervielfacht sich entsprechend.
- Auszahlungswege und -dauer. Die Mindestauszahlung liegt zwischen 0,01 und 10 Franken; die Bearbeitung dauert bei den meisten Anbietern 1–3 Werktage, sofern das Bankkonto auf den eigenen Namen lautet.
Häufige Fragen
Ist «online casino mit 300% bonus schweiz» in der Schweiz legal?
Legal ist nur das Spiel auf einer der zehn ESBK-konzessionierten Plattformen — jede ist die Online-Erweiterung eines terrestrischen Schweizer Spielcasinos. Ein pauschaler «300-%-Bonus» wird auf keiner dieser Plattformen als Standard ausgewiesen; die grossen Willkommenspakete liegen bei 100 % auf eine oder mehrere Einzahlungen. Wer auf einer ausländischen Seite mit «300%» wirbt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens; die Seite wird per DNS-Sperre blockiert.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Jeder lizenzierte Anbieter ist auf der öffentlichen Liste der ESBK verzeichnet, mit Name des landbasierten Casinos und Datum der Online-Erweiterung. Die Liste umfasst exakt zehn Anbieter. Eine seriöse Plattform verweist im Footer oder im Impressum auf die Konzession und nennt das zuständige landbasierte Casino.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre kann bei jedem lizenzierten Anbieter beantragt werden und gilt automatisch für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz sowie seit Januar 2025 in Liechtenstein. Für die Beantragung ist ein amtlicher Ausweis erforderlich; die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Sperrgrund entfällt.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus lizenzierten Schweizer Online-Casinos sind bis rund 1,07 Millionen Franken (Stand 2026, indexiert) steuerfrei. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den übersteigenden Betrag an. Gewinne aus ausländischen oder unlizenzierten Quellen sind ab dem ersten Franken einkommensteuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung deklariert werden.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Konzession werden auf Anordnung der ESBK auf die nationale Sperrliste gesetzt; die Schweizer Internet-Provider blockieren die DNS-Auflösung gemäss Art. 86 BGS. Wer dennoch spielt — etwa über VPN — tut dies ausserhalb des Schweizer Schutzes: keine Spielsperre, keine Aufsicht, keine Garantie für Auszahlungen, und Gewinne sind steuerpflichtig.
